Gästewünsche und Gemeindepläne mit einem Nachtrag vom 08.11.2017 ( in Grün) und vom 15.11. ( in Rot ), überarbeitet am 01.03 2018

Tourismus August 2016, update 31.08 2017

Diese Kenngrößen sollte man bei allen Überlegungen berücksichtigen: Die Betten in Hohwacht haben in den vergangenen Jahren leicht abgenommen, die Gästezahlen jedoch zugelegt, die Aufeinhaltsdauer liegt bei 4 Tagen

Als ich Ende August 2016 von freundlichen Briefen an die Gemeinde und wirkungslosen Vorschlägen auf kritische Beträge zur Kommunalpolitik im Blog „Hohwacht wordpress, Hohwacht soll nicht zerstört werden“, überging,  war Hohwacht scheinbar in aller Munde.

Die überregionalen Zeitungen, Hamburger Abendblatt und Lübecker Nachrichten widmeten der konfliktgeladenen Bebauungsproblematik je eine dreiviertel Seite.

Unterschriftenlisten zu Protestschreiben ( Fischi ) und Petitionen ( Stranddistel) erregten zusätzliche Aufmerksamkeit.

Das Fernsehen war gleich zweimal vor Ort.

Vordergründig ging es um die Küstenbebauung am Dünenweg und die geplante Verwertung des Grundstückes, auf dem das inzwischen abgerissenen marode Schwimmbad stand, zu dem Komplex eines Gesundheitszentrums. Im Windschatten dieser Vorhaben machte sich ein geschäftstüchtiger Bauunternehmer daran, mit seinen Bauvorhaben – bis heute ungebremst jedoch durch den Willen der Gemeinde legitimiert-, das Ortsbild zu zerstören.

Für den Bürgermeister brannte es sozusagen an allen Fronten. Einsätze wie dieser waren dem ehemaligen Kompaniechef bislang erspart geblieben.

Im folgenden sollen dem harten und wenig herzlichen Austausch von Meinungen einige Fakten zur Seite gestellt werden.

Hohwacht lebt vom Tourismus, behauptet der Bürgermeister Mathias Potrafky und begründet damit die Entscheidungen der Gemeinde, möglichst viele neue Ferienwohnungen erstellen zu lassen und andere hochfliegende Pläne.

Über diese unkritische Behauptung zur wirtschaftlichen Bedeutung kann man schon erstaunt sein. Die Fehleinschätzung wird  durch das Aufstellen von großzügigen Bebauungsplänen gefördert, bzw. das Versäumnis, in schützenswerten Bereichen Bebauungspläne zu verabschieden, um den Ausnutzungsgrad zu begrenzen und Neubauten an das gewachsene Ortsbild anzupassen.

So entstanden  durch Maximalausnutzung der Grundstücke hier und dort mal eben 12 Ferienwohnungen oder 12 Reihenhütten, wo zuvor ein kleines reetgedecktes Einfamilienhaus stand. Profitmaximierung bestimmt die Architektur

Aber, der finanzielle Nutzen dieser Neubauten für den Gemeindehaushalt ist gering. Soweit die entstandenen Wohnungen gewerblich ( über einen Vertrag mit Vermietungsbüros ) angeboten werden, beschränken sich die Einnahmen auf Tourismusabgabe und Kurtaxe, die Zweitwohnungssteuer, die  mit ca 10 € / qm / Jahr als Zusatzeinnahme anzusetzen wäre, kommt nur bei Selbstnutzung zum Ansatz.

Weil ältere Ferienwohnungen mangels Konkurrenzfähigkeit zu den Neubauten aus der Vermietung genommen werden, ist das ganze nur ein  Nullsummenspiel.

Dazu auch ein Vorgriff auf paar Zahlen aus dem Haushalt (2016): Der Kurbetrieb als Teil des Gemeindehaushalts weist im Wirtschaftsplan das seit Jahren gewohnte Defizit aus, diesmal € 275.300.-, das aus dem Gemeindehaushalt ausgeglichen werden muss.

Es ist offensichtlich, dass  der Gemeindehaushalt ( darüber ein gesonderter Beitrag )  keine versteckten Einnahmen aus dem Tourismus enthält. Denn Tourismus bedingte Einnahmen aus dem Einkommensteueranteil müssten sich parallel zu Einnahmen aus der Gewerbesteuer entwickeln (eine Domäne unter den Einnahmequellen großer touristicher Zentren) Die Gewerbesteuer sinkt seit Jahren von € 174.080 im Jahre 2013 auf € 100.000.- im Jahr 2015 und erwartete 72.000.- im Jahr 2016. Die Hälfte der Betriebe zahlt ausweislich des Haushalts überhaupt keine Gewerbesteuer.

Die offizielle Gästestatistik des statistischen Landesamtes weist eine über viele Jahre wenig veränderte Gästefrequenz und durchschnittliche Aufenthaltsdauer (ca 4 Tage)  aus

Die Gemeinde macht sich seit Jahren Gedanken, wie dem Tourismus auf die Beine zu helfen ist. 2008 wurde von der Fa M&T eine detaillierte Studie erstellt, die besonders hinsichtlich der Gästestruktur, Altersgruppen, Aufenthaltsdauer, einige Aspekte enthält, die neben den dem Ort beigemessenen Attraktivitätsfaktoren und Störfaktoren interessante Details enthält, die sich durch die amtliche Tourismusstatistik ergänzen. (Die M&T Studie, sowie die CIMA-Studie sind  als Datei über die Gemeinde erhältlich. Die für Monat und Jahr und verschiedene Orte in SH erstellte Tourismusstatistik ist im internet zu finden.)

Um – neben einer eindeutigen Bevorzugung von Ruhe und Beschaulichkeit durch die Stammgäste – weitere  eindeutige Gästevorlieben auszumachen, die gezielte Initiativen eröffnen könnten, sind die Studie und die Fragestellungen zu undifferenziert.

Immerhin wird am Ende der Studie – ohne erscihtliche Begründunge – ein Medical-Wellness-Zentrum empfohlen. Einziger Grund könnte – neben den Vorstellungen eines Hohwachter Großinvestors –  der von der Landesregierung vorgegebenen Trend zum Gesundheitstourismus sein.

Im Kontrats zu dieser Empfehlung und besonders bemerkenswert erschint das Umfrageregebnis, dass die Gäste dem Thema Gesundheit im Rahmen ihrer Urlaubsbewertung für Hohwacht wenig Aufmerksamkeit schenken.                     Die M&T Studie widerspricht sich selbst, hat sie doch eindeutig festgestellt: Den Übernachtungsgästen gefällt in der Region die Natur/Landschaft, insbesondere Ostsee/Strand mit Abstand am besten.

Deshalb sehen die  Experten im Bereich Natur/Landschaft das größte Potenzial der Hohwachter Bucht. Daneben sind es Ruhe/Erholung und Wetter/Klima, die die Hohwachter Bucht als Urlaubsziel für Übernachtungsgäste attraktiv machen.

Anstatt sich daran zu halten und diese Präferenz der Gäste in alle Richtungen fort zu entwickeln gab die Gemeinde  2012 bei der Fa Cima eine Machbarkeitsstudie für ein Medical Wellnesscenter in Auftrag, die neben zündenden Allgemeinplätzen und der Idee, Geothermie einzusetzen, immerhin Kriterien auflistet, die es bei der weiteren Planung zu beachten gelten würde.

Die Gründe, warum man davon zunächst wieder Abstand nahm, sollen hier nicht erörtert werden, auch das absurde Vorhaben, mit einer Gentypisierung                   ( Prognosefaktoren für bestimmte Erkrankungen) Gäste nach Hohwacht zu locken, ging nach fachkundigem Einspruch zu den Akten.

Dass sich ein Burn Out Zentrum für gestresste Manager nicht verwirklichen ließ, soll angeblich dem Umstand zuzuschreiben sein, dass Mehrwertsteuer anfiele, die von den Krankenkassen nicht übernommen werde.

Immer wieder taucht im Rahmen dieser Diskussionen auch der Unternehmer Richard Anders auf, der in Hohwacht zwei Hotels betreibt, umfangreichen als Bauerwartungsland erworbenen Grundbesitz vermarktet hat und von dem auch – nach einem Zeitungsartikel –  die Anregung zu einem Medical-Wellness-Zentrum übermittelt wird

In der Gemeindevertretung einmal dem Gedanken verhaftet, dem Ort ein besonderes touristisches Merkmal anzuheften, statt die Stärken im Sinne der eindeutigen Gästepräferenz zu beachten und fortzuentwickeln, verfiel man auf den nunmehr nahe liegenden  Gedanken, ein “ Medizinisches Gesundheitszentrum“ zu etablieren, wo Gäste unter ärztlicher Anleitung und Aufsicht Gesundheitsprogramme ( Fitness, Ernährung, Entspannung) durchführen können.

Wiederum war eine Machbarkeitsstudie gefragt, die von der Fa e:K:ku  unter Beteiligung von 5 Professoren des Landes der staunenden Hohwachter Bevölkerung im Februar 2016 vorgestellt worden ist und als 32 seitige Präsentation auf der homepage der Gemeinde weiterhin zu bewundern ist.

Wer kritisch zu betriebswirtschaftlichen Daten nachfragte, wurde allerdings enttäuscht und belehrt, dass dazu erst die 172 seitige Präsentation der Machbarkeitsstudie einschlägige Auskunft gebe.

Der Autor dieser Zeilen hat die vollständige Vorlage  nach zweimaliger Verweigerung unter Verweis auf das Informationszugangsgesetz erstritten (!) und dürfte neben den Gemeinderatsmitgliedern einer der wenigen sein, die den Inhalt eingehend prüfen konnten.

Das Ergebnis hinterlässt mehr als zweispältige Gefühle und muss mit der Sicht auf die ergänzenden Einrichtungen zur Geothermieverwertung als eine der einschneidensten Umwälzungen betrachtet worden, diejemals für ein deutsches  Ostseebad geplant worden sind.                                                                         Dazu mehr unter “ „O sole mio“ und “ Wärmenetz“

08.11.2017

Am 08.11. absolvierte der Tourismusausschuss der Gemeinde Hohwacht seine jährliche Sitzung. Während im letzten Jahr der kleine Saal mit Zuschauern gefüllt war, die bei jeder relevanten Äußerung des Ausschussvorsitzenden beifällig applaudierten, war der Mobilisationseffekt auf die Anhänger der Gemeindevertretung diesmal gering, nicht einmal ein dutzend Zuschauer hatten sich versammelt, die schweigend und ohne Fragen sich ein Bild von der Lage machen wollten. Dieses zeichnete der Vorsitzende Wolfgang Lilienthal anhand der Zahlen der Hohwachter Bucht Touristik (HBT) durchweg positiv:

Übernachtungszahlen bei fast 200T / Jahr, positive Entwicklung der HBT, die 2/3 der 2100 Betten ( inkl der Nachbarorte; Hohwacht fast konstant 1384 Betten, rückläufig in Blekendorf, ansteigend in Behrensdorf ) vermittelt und sich technisch weiter verbessert.
Problemlos lassen sich Herkunft, Verweildauer und Buchungsverhalten ermitteln.

Überwiegend dient das online Portal der Information, direkte Buchungen sind mit nur 205 / Jahr verzeichnet. Die Zugriffe auf die einzelnen detaillierten Seiten sind überraschend gering, Ausflugstipps werden mit 9800 Klicks registriert, Radrouten mit 8300, Wandertouren mit 4000, jeweils pro Jahr.
Die Aufrufe aller Seiten haben sich von 550.000 in 2015 auf 427.000 in 2016 und bis Nov 2017 auf 393.000 etwas rückläufig entwickelt. Das ganze ist bekanntlich ein teurer Spaß, der aus der defizitären Kasse des Kurbetriebs mit 200 T€ jährlich bezahlt wird. Dass davon nur 20T€ p.a.für die Zimmervermittlung aufgewendet werden, mag man kaum glauben. Bereits die Personalkosten dürften das Doppelte ausmachen. Bekanntlich sind diese Ausgaben mehr als umstritten, weil die Zimmervermittlung eigentlich eine Privatangelegeneheit der Vermieter ist und nicht aus öffentlichen Geldern bezahlt werden darf. Dementsprechend belastet sind  die privaten Zimmervermittlungen, die statt 35 € (bei HBT) für eine Vierbettwohnung kostendeckend erst ab 200 € pro Jahr arbeiten können und sich einem unfairen Wettbewerb gegenüber sehen. Doch der Respekt vor dem Leiter des Kurbetriebs, der den ungleichen Wettbewerb zu verantworten hat, scheint so groß, dass niemand eine Klage wegen unfairen Wettbewerbs riskiert. Unabhängig davon wird man der freundlichen jungen Dame, die das statistische Material präsentierte, ein anerkennendes Kompliment nicht versagen dürfen.

Zum Vergleich der „Klicks“: Hohwacht.Blog verzeichnet nach den ersten 2 Monaten 5000 Klicks durch 2000 Besucher, die zu 85 % aus Deutschland den Blog anwählen und weitere 15 % aus mehr als 20 Ländern, von Kuala Lumpur bis zu den Fidschis (wird wohl ein Segler mit einer local simcard sein). Mehr als 5 Leser täglich lesen mehr als 4 Beiträge. Man darf wohl davon ausgehen, dass die Mehrzahl der Repeater nur den neuesten Beitrag liest.

Allerdings sind es andere Zahlen, die im Hinblick auf hochfliegende Pläne weitaus mehr interessieren: Entwicklung der Nebensaison, Alterstrukturen der Besucher, Herkunft, Interessen, und am Besten: Körperlänge mal Gewicht mal Geldbeutel !
Die Interessen der Gäste wurden dann von der Geschäftsführerin allerdings pauschal angesprochen, Gesundheitsangebote sollen darunter sein – – , seltsam, lagen diese vor 6 Jahren noch an letzter Stelle der Gästepräferenzen (M&T Studie)

Der Statistik des Landesamtes SH zufolge, die nur Beherbungsbetriebe mit mehr als 10 Betten erfasst, beträgt die Auslastung im Juli und August nahe 85 %, in der Nebensaison 45 % und weniger. Deshalb bleibt völlig unklar und unglaubwürdig, dass eine Aufstockung der Bettenzahl die Nebensaison beleben soll, eher ist anzunehmen, dass sich der Leerstand auf eine zunehmenden Zahl der Einheiten verteilt und die Rentabilität sinkt.

Weiterhin  schlägt sich der Besucherboom nicht vollständig in den Abgaben nieder, die von den Vermietern erhoben werden sollen.

Auch Hundebesitzer, die ihre Lieblinge frei am Strand laufen lassen, wurden nicht nur von den Gästen kritisiert, sondern provozierten beim BM den Ruf nach dem Ordnungamt (Lütjenburg). Welche Wirksamkeit diese Initiative entfalten soll , blieb ebenso unklar, wie die möglichen Maßnahmen zur Eindämmung der Mückenplage, die zu weiteren Beschwerden der Gäste geführt haben.

Das ( gegenwärtige ! ) Ortsbild soll von einer unabhängigen Kommission im wesentlichen positiv beurteilt worden sein.
Negativ nach wie vor, die Gastronomie, wohl das Schicksal der Saisonbetriebe mit häufigem Personalwechsel.

Nicht viel Neues erfuhr man auf dieser Sitzung zu den Neubauplänen im Bereich des B-Plans Nr 20 Dünenweg.
Tiefenbohrungen über 100m sind derzeit bundesweit verboten, um Kollisionen mit der Endlagersuche zu vermeiden. Damit ruht die weitere Planung, allerdings steht ein Erschließungsvertrag auf der Tagesoerdnung des Bauausschusses in 2 Wochen.
Kein Wort zur Rechtslage, die – wie mehrfach dargelegt – auf eine Nichtigkeit der Kaufverträge und des B-Plans hinaus läuft.

Da sich die Gemeinde – wie auch der Kreis – mit keinem einzigen juristischen Argument zu den lückenlos dokumentierten Vorgängen äußert, darf man wohl davon ausgehen, dass es an einem solchen Argument fehlt und die postfaktische Politik der Gemeinde auf der Kreisebene  angekommen ist. Ob man nun mit Totschweigen weiter kommt ? Es muss sehr viel auf dem Spiel stehen !

Zum Abschluss ein paar Worte zum geplanten Veranstaltungskalender :
Viele Outdoors für Jung und Alt, etwas Unterhaltung einschließlich der beliebten Boogie und Bluesabende, einiges in Zusammenarbeit mit dem NABU, Weltfischbrötchentag am 05.05. , und die Wiederholungen vom Vorjahr.
Wie man von Teilnehmern – insbesondere solchen mit Kindern – hört ist die Teilnahme nicht berauschend.

Interessante kulturelle Angebote fehlen.
Es würde für einen Ort, an dem Schmidt Rottluff und Kurt Störmer zeitweise gelebt haben, nahe liegen, die Entwicklung der Ostseeküste in Bildern – von Gurlitt bis Duwe – anzubieten, Vorträge über Musik nach dem Vorbild von Jürgen Kesting und Jochim Kaiser einzurichten, Geschichte der umgebenden Güter zu vermitteln, um nur ein paar Beispiele zu nennen, die sich spontan anbieten. Ein Vorbild mag sich der Werkmeister (Bürgermeister Potrafky) an seinem Kollegen in Zingst nehmen, der unter ungünstigsten akustischen Bedingungen ein jährliches Klavierfestival etabliert hat, die künstlerische Fotografie an den Ort gebunden, ein Experimentarium eingerichtet hat, in dem Kinder lehrreiches im Experiment vor Ort erfahren können usw. Auch der Chef der Zingster Tourismus GmbH, Peter Krüger ist ein Oberstleutnant a.d.

Derartige kulturelle Veranstaltungen würden ein Publikum interessieren und vielleicht  in der Nebensaison binden, das neben dem Seeurlaub auch an geistigen Anregungen interessiert ist. Mit dieser Schicht haben der BM und die GV anscheinend wenig Kontakt. Doch darunter verbirgt sich ein harter Kern der Hohwachtenthusiasten und Meinungsbildner. Dies hat sich aus den Kontakten ergeben, die sich im Widerstand gegen die Küstenbebauung am Dünenweg gebildet haben. Im Ergebnis hört man immer wieder: Wenn die Verbauung erfolgt, kommen wir nicht mehr.
Wir hoffen, diese desaströse Entwicklung für die seelenverwandten Hohwachter und Gäste noch verhindern zu können. Der Kreis Plön hat mein zweites Schreiben, mit dem ich die.Rechtslage verdeutlicht und an eine Bewertung erinnert habe, mit der Bitte benatwortet, nicht mehr behelligt zu werden. Vogel Strauß lässt grüßen

 

13.11.2017

Von der Geschäftsführerin der HBT groß angekündigt, so dass man eine Einflussnahme unterstellen mochte, war die „Landpartie“ in der Hohwachter Bucht  mit Heike Götz, die am 12.11. auf N3 ausgestrahtl wurde und in der Mediathek noch anzusehen ist, eine herbe Enttäuschung, nicht nur eine der schwächsten Sendungen dieser Reihe, sondern mit übermäßigem Marketing kommerziell tingiert.

Dafür fehlten der Anblick Hohwachts von der Chaussee, die von Kaköhl kommt und auch der Kaiserblick von Stöfs und die einzigartigen Binnenseen, die Ostseegeschichte erzählen. Kein Kranich, kein Seeadler, keine Stranddistel, so kann eine Sendung am Interesse der Zuschauer und am Angebot schöner Natur komplett vorbei laufen.

Wo war denn eigentlich unser Bürgermeister, der sonst doch überall seine Finger im Spiel hat?

Aus dem Schreiben eines berühmten Architekten vom 15.11.2017 an den Autor des Blogs

………….das zunehmend kritische Hinterfragen der Sinnhaftigkeit aber auch der Qualität der von der Gemeinde nur spärlich mitgeteilten baulichen Absichten. Die mir bekannten Planzeichnungen sind abseits von Schönheit, zeigen nicht den Anflug von Eleganz und Leichtigkeit, die man von öffentlichen Bauten und Großbauten in einem Seebad erwarten darf, kann und muss. Häuser allein sind noch keine Architektur. Das was hier als Bebauung dargestellt wird, ist keine Architektur sondern der Verlust von Landschaft und die Zerstörung eines Ortes, auch wenn das was passiert unwissentlich geschehen sollte. Unwissenheit und Ignoranz der Entscheidungsträger führen zum Missbrauch von Macht und geben sich zu oft die Hand.

 

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